Wirtschaft hat höchste Priorität für eine funktionierende Stadtgesellschaft

Wirtschaft hat höchste Priorität für eine funktionierende Stadtgesellschaft

"Das Thema Wirtschaft genießt bei den Politikern in Bielefeld nicht immer die höchste Priorität“ stellte Ortwin Goldbeck in seiner Begrüßung fest. Deshalb fand bei der IHK OWL und dem IHC OWL das einzige Streitgespräch zwischen dem noch amtierenden Amtsinhaber und dem CDU-Oberbürgermeisterkandidaten Andreas Rüther statt. Rüther stellte in der ersten Fragerunde erneut dar, dass Wirtschaft „für eine funktionierende Stadtgesellschaft höchste Priorität“ genieße und "Chefsache" sei. 

Der Vorsitzende der IHK und Unternehmer Ortwin Goldbeck macht deutlich, dass die zweimal vorgenommene Gewerbesteuererhöhung von Peter Clausen eine schlechte Idee gewesen sei. „Ganz viele große Firmen aus Bielefeld überlegen, wie sie zukünftige Aktivitäten planen. Irgendwann erhöhen Sie die Gewerbesteuer erneut und es kommt nix mehr an.“ Begründet liege dies darin, dass die Unternehmen in andern Städten günstigere Konditionen vorfinden würden. Andreas Rüther machte erneut deutlich, dass Gewerbe-  und Steuererhöhungen mit ihm nicht machbar seien. Gewerbesteuererhöhungen seien kontraproduktiv. Vertrauen sei in erheblichem Maße zerstört worden. 

Mit den Schlagwörtern Standortmarketing, attraktive Innenstadt, Wissenschaftsstadt oder Wirtschaftsförderung wurde das Gespräch eingeleitet. Eine spannende Frage sind in diesem Zusammenhang die zukünftigen Mehrheiten im Bielefelder Stadtrat. Rüther warnte eindrücklich vor dem „Schreckensgespenst“ von rot-rot-grün für die Bielefelder Wirtschaft: „Vor rot-rot-grün möge man uns bewahren.“

Um die Wirtschaft als Partner wieder zurückzugewinnen, seien zukünftig regelmäßige Gespräche notwendig. Politik und Wirtschaft müssen sich austauschen und klären "wo der Schuh drückt“  und "die Politik möglicherweise helfen muss" stellt Rüther heraus.

Für Bielefeld seien Gewerbeflächen notwendig, damit die Unternehmen sich ansiedeln und gehalten würden, damit Arbeitsplätze geschaffen und bestehen blieben. Im Umfeld der Bielefelder Universität müssten junge Start Up's unterstützt werden.